Splittermensch

von Angesicht zu Angesicht

RPC im Spiegel

Geneigte Leserschaft,

letztes Wochenende fand in Köln wieder meine Lieblingsmesse statt. Die Role Play Convention (RPC).
Und auch dieses Jahr war ich wieder dabei und tummelte mich durch Orks, Elfen, Spiderman, Deadpool, Zauberern und allem anderen, was man sich vorstellen oder nicht vorstellen kann.
Irgendwo in diesem Getümmel lauerte der Stand des CosDay auf mich und kaum hatte ich Hallo gesagt, steckte ich in einem Live-Interview, durchgeführt von einem guten Freund.
Wann war mein letztes Interview noch gleich? Richtig. Im Sommer 2014, als ich zuletzt im Hochheimer Rathaus ausstellte. Das eine ernsthafte Bewerbungsgespräch zähle ich nicht dazu ;).

Nun musste ich spontan auf Fragen antworten, die ich mir manchmal selbst nicht stelle. Manchmal, weil ich schon so routiniert in meinem Handeln bin und manchmal, weil ich an sie noch gar nicht gedacht habe.

In diesem Fall handelte es sich um die Frage, was es ist, das den Betrachter in meine Bilder eintauchen lässt.

Warum verliebt man sich in meine Aufnahmen?


Und nachdem ich mir kurz dachte 'Kann ich darüber nochmal nachdenken?…' antwortete ich schon.
Doch hätte ich mir die Frage vorher schon gestellt und auseinandergenommen, wäre sie weit differenzierter ausgefallen.
Nämlich in etwa so:
Mit meinem Wechsel von der DSLR zu meiner noch immer im Einsatz befindlichen Olympus OM-D E-M5 begann meine jetzige Kunst. Es folgten grob geschätzt jährlich schleichende Stiländerungen, die aber immer eines im Blick haben: Grosse und kleine Unscheinbarkeiten.
Wie bereits in meiner 2014 stattgefundenen Ausstellung 'Mit offenen Augen - von grossen und kleinen Unscheinbarkeiten' aufgegriffen verfeinerte ich diese Idee weiter und versuchte tiefer in die Köpfe der Betrachter zu gehen und sie die Geschichte des Bildes erzählen zu lassen. So beispielsweise in Mandala oder Kopflos.
Aber oftmals gehe ich noch weiter und zeige ganz offensichtlich auf, was man im Alltag gerne übersieht.
Die Essenz meiner aktuellen Arbeiten sind Motive aus dem Alltag, die ein Detail haben, das beim schnellen Blick nicht ersichtlich ist.
Mal ist es die Symmetrie, mal die Asymmetrie, mal eine Farbe, mal ein Gesicht.

Gleichzeitig ist es die Diversität, die ich selbst so sehr schätze.


Denn stilistisch einschränken… Das können andere gerne machen.

In diesem Sinne:
Sei du selbst und morgen ganz anders.